Vom Norden in den Süden!

2. Advent +29°C – schwitzen! Kurzfristig hatte sich die Möglichkeit zu einem Besuch beim CVJM auf Réunion ergeben. Nur zwei Tage nach Russland gings zum südlichsten Punkt der EU in den indischen Ozean. Da Réunion zu Frankreich gehört, gab es durch das Deutsch-Französische Jugendwerk die Möglichkeit den dortigen CVJM zu besuchen und gemeinsame Projekte für die Zukunft zu planen. Jacque vom Vorstand des dortigen CVJM, empfing und begleitete uns. Er berichtete ausführlich über die Arbeit und die Angebote des CVJM. Auch dort gibt es eine Kooperation mit einer großen Schule, sie betreiben einen Copy-Shop und organisieren Freizeiten im In- und Ausland. Sonntags treffen sie sich in einer kleinen Hausgemeinde, haben aber auch gute Kontakte zur Katholischen Kirche. Ein wichtiges Projekt haben sie auf Madagaskar. Dort gibt es einen Mitarbeiter, der eine Grundschule für 30 Kinder leitet. Die Kinder können dort lernen und bekommen dreimal in der Woche Essen. Der Bedarf ist jedoch viel höher, deshalb wollen Sie eine größere Schule bauen. Für das kommenden Jahr planen wir eine gemeinsame Freizeit in Thüringen.

Привет из России!

-11°C und die zufrierende Wolga im Blick, so begann bei mir die Adventszeit. Als zu Hause die Vorbereitungen für die Adventfeier liefen, machte sich eine Gruppe Erfurter Jugendlicher auf, um sich rund 250 km nördlich von Moskau mit CVJMern aus Frankreich und Russland zu treffen. Wir wohnten für ein paar Tage in der gemütliche Datscha des CVJM Russland. Ganz in der Nähe eines Klosters, mit Blick auf die Wolga, Beschäftigten wir uns mit Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements. Im April fand ein erstes Seminar dazu in Hoheneiche statt und 2020 wird es ein drittes Treffen in Frankreich geben. Neben der inhaltlichen Arbeit gab es natürlich auch Gelegenheit die russische Kultur zu entdecken. Wir machten eine Stadtralley in Jaroslawl, besuchten den CVJM in Iwanowo und hatten zum Abschluss noch zwei Tage in Moskau. Die gemeinsame Zeit war sehr prägend. Es ist immer wieder spannend zu erleben, wie schnell sich junge Leute trotz Sprachbarrieren zusammenfinden, Gemeinsamkeiten entdecken und zusammenarbeiten können. Ich bin schon gespannt auf unser nächstes Treffen.

Skifreizeit 2020

Der Sommer ist vorbei und die neue Skisaison rückt näher!
Vom Sonntag, 09.02. – Samstag, 15.02.2020  
warten wieder die Pisten des Speikbodens auf uns.
Diesmal werden wir im Hotel Schlössl in Uttenheim wohnen.
Die ersten haben schon ihre Plätze reserviert! Anmelden kannst du dich unter:
https://www.cvjm-reisen.de/website/de/reise?id=1803
Ich freu mich drauf und hoffe DU bist dabei!

Euer Lutz

Paris – London YMCA175

Mit dem Fahrrad zur Geburtstagsfeier

Sonntag 28. Juli
Nach einer unruhigen Nacht noch schnell fertig gepackt und ab geht es zum Bahnhof. Der ICE ist pünktlich und ab Frankfurt fahren wir mit dem TGV weiter. Wir kommen pünktlich in Paris an, wo uns schon Tristan erwartet. Erstmal zum Hotel und dort Lukas2 aus Dortmund treffen, mit dem wir das Zimmer teilen. Da heute die Tour de France in Paris ankommt, beschließen wir mit der Metro zum Champs-Élysées zu fahren. Viele Menschen erwarten die Fahrradfahrer und es herrscht Volksfeststimmung. Lukas1 wollte unbedingt den Eifelturm sehen, deshalb liefen wir in Richtung Arc de Triompheund weiter zum Eifelturm und durch die Tuilerien wieder zurück. In den Tuilerien trafen wir noch zwei Studienkolleginnen von Tristan, mit denen wir ein Glas Wein tranken und uns über die Erfahrungen in Deutschland und Frankreich austauschten. Gegen 11 waren wir zurück im Hotel. Wir sind ca. 17 km gelaufen und freuten uns aufs Bett.

Montag 29. Juli
9:15 Treffpunkt Place de la République. Paris ist groß und selbst wenn man einen Treffpunkt verabredet, muss man sich noch finden. Nach einigem Suchen und dank Handy fanden wir uns auch. Jetzt mussten die Fahrräder flott gemacht werden und nachdem die letzten Teilnehmer eintrafen, wurde noch ein Gruppenfoto gemacht. Los ging es der Seine entlang, durch die Vororte von Paris zu unserem ersten Tagesziel. Bei einem Palais mit herrlichen Aussicht auf Paris und beim Chatau de Gisor wurden Pausen eingelegt. Bei ca. 30 Grad war das auch dringend nötig. Kurz vorm Ziel gab es noch einen Zwischenstopp in einem Freibad. Hier konnten wir uns etwas abkühlen. Leider kamen nicht alle in den Genuss der Abkühlung, da man nur mit enganliegender Badehose ins Wasser gelassen wurde. Auf dem Zeltplatz angekommen, erwartete uns schon das Logistikteam mit dem Essen und zwei Massageliegen für das leibliche Wohlbefinden. 

30. Juli
Die erste Nacht im Zelt verlief ganz ruhig. Der Morgen brachte etwas kühlere Temperaturen. Das war auch gut so, denn es warteten 85 km durch bergiges Gelände auf uns. Mit gut geplanten Pausen war die Strecke auch für alle machbar. Die Wolken schickten uns immer mal wieder kleine Schauer, die eine nette Abkühlung boten. Als Lohn der Mühen, sollte es abends Pizza geben. Mit Mobilisierung der letzten Kräfte kamen wir auf dem Zeltplatz an. Nach dem Duschen sollte es Pizza geben, doch zunächst gab es ein Gewitter. Jeder brachte sich so gut wie möglich in Sicherheit. Der Laderaum des Begleitfahrzeugs bot einigen von uns ein trockenes Plätzchen. Mit Musik etwas bzu trinken, ließ es sich hier gut aushalten. Nachdem der Regen etwas nachgelassen hatte, versorgten uns unsrer Schweizer mit Pizza. Nachdem der Regen aufgehört hatte, konnten die letzten Zelte aufgebaut werden, um die müden und satten Fahrradfahrer für eine weitere Nacht zu beherbergen.


31. Juli 
Der Morgen beginnt mit einem kleinen Energizer. Alle lieben den Bannanenshake! Weiter geht es auf der Avenue Verte durch die Hügel der Normandie. Vorbei an gelben Feldern, kleinen Dörfern mit typischen Häusern und bunten Blumen am Wegesrand. In einem kleinen Dorf machen wir Mittagspause an einem Waschplatz. Hier soll der Sage zu folge eine Mutter ihren Sohn an den Teufel verkauft haben, um damit ihrer Kranken Tochter das Leben zu retten. Nachdem die Tochter wieder gesund war, wollte sie ihren Bruder vom Teufel zurückholen. Mit 2999 Tropfen Wasser aus dem Nachbardorf und einem Tropfen ihres Bluts, öffnete sich am Waschplatz das Tor zur Hölle. Der Teufel willigte unter der Bedingung, dass das Mädchen ihn heiratet dazu ein den Bruder freizulassen. Die Schwester bestand darauf, dass die Hochzeit am Waschplatz stattfinden sollte. Damit war der Teufel einverstanden. Bei der Hochzeit stieß die Braut den Teufel ins Wasserbecken des Waschplatzes, worauf hin der Teufel verschwand und sich in Algen verwandelte. Noch heute sollen am Jahrestag des Ereignisses Algen im Wasser zu sehen sein. Frisch gestärkt ging die Tour weiter. Die Strecke verlief relativ eben auf der ehemaligen Bahnstrecke, die in einen Fahrradweg umgewandelt wurde. Nach gut 75 km waren wir fast am Ziel. Nur ca. 5km Steigung trennten uns von unserem nächsten Campingplatz. Wir quälten uns den Berg hoch und wurden wieder von unserem Serviceteam mit Essen und Massageangebot empfangen.


1. August
Zeitig aufstehen war angesagt. Um 10 Uhr müssen wir an der Fähre sein. Der Berg von gestern ist das Gefälle von heute! In Windeseile sind wir wieder auf unserem Fahrradweg. Nur 20 km bis Dieppe. Vorbei an schön gestalteten Gärten und Häusern, Sommerblumen und dem Ausblick auf die Burgruinen von Dieppe. Leider mussten wir uns am Bahnhof von Dieppe von unseren Physiotherapeutinnen verabschieden. Sie haben einen tollen Job gemacht! Am Hafen wurden die Fahrräder verladen und ab ging’s auf die Fähre. Die ruhige Überfahrt wurde durch gratis Wifi verkürzt. Die englische Küste grüßte schon von Weitem mit ihren Kreidefelsen. Newport ist unser Zielhafen. Von da aus fahren wir ein Stück die Küste entlang nach Seaford. Von hier wandern wir ein Stück die Steilküste entlang zu den Seven Sisters. Von einem Parkplatz werden wir vom YMCA Eastbourn abgeholt. Der YMCA begrüßt uns mit einen leckeren BBQ.

 
2. August
Vor uns liegen ca. 50km bis zum nächsten Campingplatz. Bevor es losgeht bummeln wir noch etwas durch Eastbourne. Der Nachmittag war dann nicht mehr so gemütlich. Unsere Strecke führte über einige Hügel, was uns an unsere Leistungsgrenze brachte. Sehr erschöpft erreichten wir den Zeltplatz, wo schon zu unserer Freude ein leckeres Essen auf uns wartete. Bei einem Lagerfeuer ließen wir den Abend ausklingen.

3. August
Wir können etwas länger schlafen und in Ruhe frühstücken. Nach dem Frühstück gibt es noch ein Europaquiz und dann auf die letzte Etappe Richtung London. Wir werden vom YMCA Crawley herzlich willkommen geheißen. Der Tisch ist gedeckt und wir essen gemeinsam mit den Bewohnern des YMCA Fisch and Chips und andere leckere Spezialitäten. Danach geht es gemeinsam zum Bowling. Der Abend klingt mit Gesprächen bis in den Morgen aus. 

4. August
Nach dem Frühstück sprechen wir über die Pariser Basis. Wir wollen sie schließlich heute an die Präsidentin des YMCA England überreichen. Ein Dokument das nun auch schon 164 Jahre alt ist, muss erklärt und besprochen werden. 
Heute geht es in die Londoner City. Unser Plan ist ein Video vorm Buckingham Palast zu machen. Womit wir nicht gerechnet hatten ist ein riesen Radsport Event. Viele Straßen sind gesperrt und somit unsere geplante Route nur über Umwege erreichbar. Vom Buckingham Palast sind es nur noch 15 km bis zum ExCeL Center, aber die Umleitungen und gefühlt 1000 rote Ampeln bringen unseren Zeitplan völlig durcheinander. Kurz vor 18 Uhr treffen wir endlich ein. Wir werden mit Applaus begrüßt und sofort bringen wir die Fahrräder in die Halle. Der Ablauf der opening ceremony ist fest geplant. Kurz vorm Schluss werden wir die Pariser Basis übergeben.
Über 3000 CVJMer aus vielen Länder sind gekommen! Die Stimmung ist toll und die Geburtstagsparty beginnt. Nach den Keynotes werden die Fahnen von 119 Länder hereingetragen. Dann sind wir dran. Mario hat ein Video unserer Tour gemacht. Als es auf den Riesenleinwänden zu sehen ist, komen wir mit den Fahrrädern zur Bühne. Wir wurden bejubelt und Louis aus Frankreich überreichte das gerahmte Original der Pariser Basis. Zum Schluss gab es noch Gebet und Segen und die Möglichkeit Leute aus aller Welt zu treffen. Davon wurde reichlich Gebrauch gemacht! Aber wie heißt es: Wenn es am Schönsten ist, soll man aufhören! Der Abschied von der Gruppe viel schwer. Wir haben viel gemeinsam erlebt. Aber die nächsten internationalen Projekte sind schon in Planung. Gelegenheiten, um sich wieder zu sehen. Im Hotel wartet seit einer Woche endlich wieder ein richtiges Bett auf mich.


5. August 
Die Party geht weiter aber heute Mittag bringt mich der Eurostar durch den Tunnel wieder nach Hause. Gelegenheit die Woche nochmal Revue passieren zu lassen und etwas Schlaf nachzuholen.

Jugendbegegnung Deutschland-Frankreich- Russland „Volunteering“

Diese Diashow benötigt JavaScript.

In der Woche vor Ostern trafen sich CVJMer aus drei Ländern, um gemeinsam über ehrenamtliche Mitarbeit zu diskutieren. Wie kann ich mich in die Gesellschaft einbringen und was kann ich verändern? Welchen Beitrag kann ich zur Umsetzung der Agenda 2030 leisten? Globale Themen umgesetzt in konkrete Ideen! Daneben Treffen mit lokalen Politikern und die kulturelle Vielfalt Thüringens kennenlernen. Es war eine sehr intensive Zeit, die unser Verständnis für einander verbessert hat. Das DFJW macht solche Projekte möglich und wir freuen uns auf ein Wiedersehen in Rußland!