Vom Norden in den Süden!

2. Advent +29°C – schwitzen! Kurzfristig hatte sich die Möglichkeit zu einem Besuch beim CVJM auf Réunion ergeben. Nur zwei Tage nach Russland gings zum südlichsten Punkt der EU in den indischen Ozean. Da Réunion zu Frankreich gehört, gab es durch das Deutsch-Französische Jugendwerk die Möglichkeit den dortigen CVJM zu besuchen und gemeinsame Projekte für die Zukunft zu planen. Jacque vom Vorstand des dortigen CVJM, empfing und begleitete uns. Er berichtete ausführlich über die Arbeit und die Angebote des CVJM. Auch dort gibt es eine Kooperation mit einer großen Schule, sie betreiben einen Copy-Shop und organisieren Freizeiten im In- und Ausland. Sonntags treffen sie sich in einer kleinen Hausgemeinde, haben aber auch gute Kontakte zur Katholischen Kirche. Ein wichtiges Projekt haben sie auf Madagaskar. Dort gibt es einen Mitarbeiter, der eine Grundschule für 30 Kinder leitet. Die Kinder können dort lernen und bekommen dreimal in der Woche Essen. Der Bedarf ist jedoch viel höher, deshalb wollen Sie eine größere Schule bauen. Für das kommenden Jahr planen wir eine gemeinsame Freizeit in Thüringen.

Привет из России!

-11°C und die zufrierende Wolga im Blick, so begann bei mir die Adventszeit. Als zu Hause die Vorbereitungen für die Adventfeier liefen, machte sich eine Gruppe Erfurter Jugendlicher auf, um sich rund 250 km nördlich von Moskau mit CVJMern aus Frankreich und Russland zu treffen. Wir wohnten für ein paar Tage in der gemütliche Datscha des CVJM Russland. Ganz in der Nähe eines Klosters, mit Blick auf die Wolga, Beschäftigten wir uns mit Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements. Im April fand ein erstes Seminar dazu in Hoheneiche statt und 2020 wird es ein drittes Treffen in Frankreich geben. Neben der inhaltlichen Arbeit gab es natürlich auch Gelegenheit die russische Kultur zu entdecken. Wir machten eine Stadtralley in Jaroslawl, besuchten den CVJM in Iwanowo und hatten zum Abschluss noch zwei Tage in Moskau. Die gemeinsame Zeit war sehr prägend. Es ist immer wieder spannend zu erleben, wie schnell sich junge Leute trotz Sprachbarrieren zusammenfinden, Gemeinsamkeiten entdecken und zusammenarbeiten können. Ich bin schon gespannt auf unser nächstes Treffen.

Zwischenbericht: Wendy

4 Monate Aktion am CVJM Erfurt

In wenigen Tagen werde ich 4 Monate meines Jahres als Trainee im CVJM Erfurt absolviert haben. Während dieser Zeit habe ich einen Weg voller Herausforderungen und Aktivitäten begonnen, ich hatte die Möglichkeit, einen Sprachkurs zu beginnen, in dem ich langsam lerne. Der Kulturschock war für mich ein wenig stark, da unsere Kulturen zu unterschiedlich sind, aber eines ist gut, dass wir Kolumbianer immer vor allen Herausforderungen stehen. Meine Aktivitäten als Mitarbeiter im CVJM sind immer mit Kindern verbunden. Morgens besuchen wir die IGS Schule Erfurt, um die Mittagsfreizeit mit den Schulkindern zu begleiten. Dafür planen wir immer im Voraus, welches Spiel wir nehmen werden. Nachmittags haben wir verschiedene Workshops für die Kinder geplant, die kommen, um ihre Freizeit im CVJM zu verbringen. Montags unterstütze ich die Gruppe „Only Girls“;, in der wir verschiedene Aktivitäten mit den Mädchen gemacht haben, wie z. B. Haare machen, Nägel streichen, Kochen und andere Handwerke. Dienstags, während meiner Mittagspause, treffen wir uns, um zu planen, was am nächsten Tag im „Fotoworkshop“; gemacht wird.

Mittwochs machen wir den „FotoWorkshop“;, in dieser Gruppe vermitteln wir den Kindern in praktischer Weise den Umgang mit der professionellen Kamera. Wir legen immer ein Spiel bei, da dieser Modus der beste Weg zum Lernen ist.

Donnerstags bin ich für den „Kino Club“; zuständig, meine Aufgaben sind: die Filme für die Kinder zu bringen, damit sie wählen können, was sie sehen wollen, die Kinder von der Schule zu unserem Hauptsitz zu bringen und gemeinsam das Popcorn zu machen, dann sehen wir den Film. Dienstags und freitags unterstütze ich die anderen Workshops, die wir im CVJM durchführen. Darüber hinaus habe ich in dieser Zeit eine schöne Beziehung zu den Kindern, die unser Hauptquartier besuchen, aufgebaut, obwohl es eine große Herausforderung war, da es schwierig zu kommunizieren war. Ich schätze, ich könnte die Arbeit mit dem Wort Zeit zusammenfassen, da wir hier sind, um unsere ganze Zeit den Kindern zu widmen. Andererseits bin ich sehr froh, dass wir kürzlich eine kleine spanische Gebetsgruppe mit Latinos aus Thüringen gegründet haben. Diese Gruppe findet donnerstags alle 15 Tage statt und hat uns geholfen, in der Beziehung in Gott zu wachsen und wieder in unserer Muttersprache beten zu können, was für die Assistenten sehr wertvoll war. Jetzt lebe ich wieder in meiner Arbeitsgruppe, mit einer Gruppe von Praktikanten, unsere Beziehung ist ein wenig gewachsen, jetzt, da ich es gewagt habe, die Sprache zu sprechen, denke ich, dass wir uns Schritt für Schritt besser kennenlernen. Meine größte Herausforderung war es, Kontakte zu knüpfen. Da ich die Sprache nicht kenne, war es schwierig, mit meinen Mitarbeitern zu kommunizieren und vor allem eine freundschaftliche Beziehung aufzubauen. Ich schätze, es ist etwas, das mit der Zeit besser wird. Ich war frustriert, weil sich mein Sprachniveau trotz der vergangenen Zeit nicht verbessert hat, was alles noch komplexer macht.

Außerdem hatte ich in diesen Monaten die Möglichkeit, drei Seminare mit der Incoming-Gruppe oder Gruppe internationaler Freiwilliger in Deutschland zu besuchen. Die ersten beiden Seminare fanden in Berlin und das letzte in Braunschweig statt. Im ersten haben sie uns erklärt, dass es um die Arbeit ging, die wir hier leisten würden, eine allgemeine Kontextualisierung über unsere Unterschiede, sowohl kulturelle als auch organisatorische. In der zweiten hatten wir die Möglichkeit, am Tag der Wiedervereinigung und am Geburtstag der GA zu sein. In meinem letzten Seminar habe ich ein wenig über Kultur und Politik in Deutschland gelernt, wie sie leben und was die Sozialpolitik des Landes ist. Das Beste an den Seminaren ist, dass wir Übersetzungen hatten. Die ersten beiden in meiner eigenen Sprache und die letzten in Englisch. Das hat es mir ermöglicht, die Seminare sehr gut zu verstehen. Ich hoffe, dass ich Ihnen für meinen nächsten Bericht sagen kann, dass ich es geschafft habe, ein wenig von der Sprache zu lernen und dass ich eine bessere Kommunikation mit meinem Arbeitsteam erreicht habe.

Eure Wendy

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4 Meses de Acción en la CVJM de Erfurt.

En pocos días cumpliré 4 meses de haber iniciado mi año como trainee en la CVJM de Erfurt.

Durante este tiempo he iniciado un camino de lleno de retos y actividades, he tenido la oportunidad de iniciar un curso de idiomas, en el cual, lentamente estoy aprendiendo.

El choque cultural ha sido un poco fuerte para mí, ya que nuestras culturas son demasiado diferentes, pero algo bueno que tenemos los colombianos es que siempre afrontamos todos los retos.

Mis actividades como trabajadora en la CVJM siempre tienen relación con los niños. En las mañanas, asistimos al Colegio IGS para acompañar la pausa del medio día con los niños del colegio. Para esto siempre planeamos con anticipación que juego vamos  llevar.

En las tardes, tenemos diferentes workshops planeados para los niños que vengan a pasar su tiempo libre en la CVJM. Los lunes apoyo con el grupo de “Only Girls” en el cual hemos hecho diferentes actividades con las niñas, como; arreglarnos el cabello, pintarnos las uñas, cocinar y otro tipo de manualidades.

Los martes, durante mi pausa del medio día, nos reunimos para planear lo que se realizará al día siguiente en el “Foto workshop”

Los miércoles hacemos el “Foto workshop”, en este grupo enseñamos de forma práctica el uso de la cámara profesional a los niños. Siempre incluimos un juego ya que este modo es la mejor forma de aprender.

Los jueves, estoy a cargo del “Kino Club” mis tareas son; traer las películas para que los niños elijan que quieren ver, traer a los niños del colegio hasta nuestra sede y hacer el pop Korn juntos, luego vemos la película.

Los días martes y viernes apoyo en los otros workshops que realizamos en la CVJM.

Además de eso, durante este tiempo he hecho una bonita relación con los niños que asisten a nuestra sede, aunque ha sido un gran reto, ya que ha sido difícil comunicarnos. Supongo que podría resumir el trabajo con la palabra, tiempo. ya que estamos aquí para dedicarle todo nuestro tiempo a los niños.

Por otra parte, me siento muy feliz por qué hace poco iniciamos un pequeño grupo de oración en español con los latinos que viven en Thüringer. Este grupo es los días jueves cada 15 días y nos ha servido para crecer en relación en Dios, y poder volver a orar en nuestra lengua materna, lo que ha sido muy valioso para los asistentes.

Ahora estoy viviendo nuevamente en mi WG, con un grupo de trainees, nuestra relación ha crecido un poco ahora que me he atrevido a hablar el idioma, creo que paso a paso nos vamos conociendo más.

Mi mayor reto ha sido socializar. Ya que no conozco el idioma, ha sido complejo comunicarme con mis compañeros de trabajo y más aún iniciar una relación de amistad. Supongo que es algo que irá mejorando con el tiempo. Me he sentido frustrada por qué a pesar el tiempo que ha pasado, mi nivel del idioma no ha mejorado, lo             que hace todo más complejo.

Además de eso, durante estos meses, tuve la oportunidad de asistir a tres seminarios con el grupo de “incomings” o grupo de voluntarios internacionales en Alemania. Los dos primeros seminarios se desarrollaron en Berlín y el último en Braunschweig. En el primero nos explicaron de que se trataba la labor que íbamos a realizar aquí, una contextualización general sobre nuestras diferencias, tanto culturales, como organzacionales. En el segundo tuvimos la oportunidad de estar en el día de la re-unificación y en el cumpleaños de la AG. En mi último seminario, aprendí un poco sobre la cultura y la política en Alemania, como viven y cuáles son las políticas sociales del país. Lo mejor de los seminarios es que hemos tenido traducción. Los dos primeros a mi propio idioma y el último en inglés. Lo que ha permitido que entienda muy bien los seminarios.

Espero que para mi próximo informe pueda contar que he logrado aprender un poco del idioma y que he logrado mejor comunicación con mi equipo de trabajo.

Zwischenbericht: Tristan

Moin !
seit 4 Monaten wohne ich in Thüringen: Ein drittel meines Freiwiligendienstes ist schon vorbei aber Erinnerungen werden für immer bleiben.
Seit das neue Schuljahr begann, vermisse ich meine alten Kollegen und gleichzeitig freue mich auf meine neuen Kollegen.
Im Kindercafe ist Langeweileunmöglich, hier gibt eine besondere Atmosphäre und eine tolle Stimmung. Ich geniesse auch meine Routine in der Schule: Montag gibt es Fussball, Dienstag Basketball und Mittwoch Skateboard.
Alle Kinder kommen aus unterschiedlichen Hintergründen, trotzdem spielen sie zusammen.
Klar gibt es manchmal Problemen, aber das hält niemals lang an.
Es ist eigentlich wichtig für mich die gute prinzipeln zu die Kindern geben aber ich verstehe, dass am Ende sie auch ein Vorbild für uns Erwachsene sind.
Seit ich im Erfurt bin habe ich ziemlich viel gelernt und ich meine nicht nur die Deutsche Sprache.

Ich freuhe mich auf die Zeit ich habe noch hier und wunsch euch viel spass

Tschüss
euer Tristan

Salut !

Cela fait 4 mois que je vis en Thuringe. Un tiers de mon service civique est déjà passé mais les souvenirs sont éternels.

Une nouvelle année scolaire commence. Malgré le manque de mes anciens collègues, je me réjouis de travailler au sein dune nouvelle équipe motivée.

Au Kindercafé, impossible de s’ennuyer. Ici règne une atmosphère particulière couplée dune ambiance géniale. J’apprécie également ma routine a l’école: Lundi il y a du football, Mardi du Basket et le Mercredi je propose une initiation au skateboard.

Bien que les enfants viennent de milieux différents, ils jouent et rigolent ensemble.

Naturellement, il y a parfois des problèmes mais ils ne durent jamais longtemps. Notre rôle éducatif me semble primordial et j’essaie tant bien que mal de transmettre les bons principes aux enfants; je me rends compte que fin de compte ils sont également des exemples a suivre pour nous, adultes.

Depuis ma venue a Erfurt, j’ai beaucoup appris et je ne pense pas seulement a la langue Allemande…

Je me réjouis des 8 mois qu’il me reste et vous souhaite du bonheur.

Tschüss !
Tristan

Trainee: Wendy

Ich heiße Wendy Ramirez Pino und bin 26 Jahre alt, ich habe Kommunikation und Journalismus studiert. Seit 3 Jahren bin ich ehrenamtlich für den YMCA Quindío aktiv und unterstütze das Programm Y ́s Club. In diesem Programm geht es um das Erlernen und die Annäherung an eine zweite Sprache (Englisch), für Kinder aus gefährdeten Gebieten in Armenia und Circasia. Im letzten Jahr habe ich das Projekt Paza La Paz begleitet, das sich unter anderem mit Themen wie Führung, Teamwork und Frieden beschäftigt.

Ich habe im August 2016 als Freiwillige angefangen mit der Absicht, ein wenig zu den bedürftigsten Gemeinden beizutragen. Und das hat mich dazu gebracht große Dinge für mein Leben zu lernen und alles, was ich habe, zu schätzen. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in gefährdeten Gemeinden in meinem Bundesland hat mich als Person gestärkt und neue Ziele für mein Leben geschaffen. Es ist jetzt sehr wichtig für mich eine Spezialisierung oder einen Master machen zu können, die es mir erlauben, zu arbeiten und Gemeinschaften zu helfen.

Im Laufe des Jahres 2017 empfing der YMCA Quindío/Kolumbien eine Gruppe junger Gäste aus dem CVJM Thüringen im Rahmen des Programms Walking Together. Dieser erste kulturelle Austausch hat es mir ermöglicht, dass ich junge Menschen aus Deutschland kennenlernen konnte und ein wenig über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten unserer Kulturen lernte.

Im Laufe des Jahres 2018 hatte eine Gruppe von Freiwilligen aus Kolumbien die Möglichkeit nach Deutschland zu reisen und eine Missionsarbeit mit Jugendlichen aus Erfurt zu leisten. Bei dieser Gelegenheit gab mir der YMCA Quindío die Möglichkeit, ein Teil dieser Gruppe sein zu können.

Während des Austauschs mit dem CVJM Thüringen habe ich viel Wachstum in meinem Glauben erfahren und konnte viel über die Methoden, mit denen der CVJM Thüringen junge Menschen im Glauben lehrt, lernen. Denn das ist der Grundpfeiler unserer Bewegung, das Reich Gottes unter den Jugendlichen zu erweitern.

All diese Dinge haben mich dazu motiviert, die Entscheidung zu treffen, mich für das Austauschprogramm 2019/2020 anzumelden.

In diesem Jahr habe ich die Möglichkeit nach Deutschland zu kommen, um ein freiwilliges Soziales Jahr zu machen, in dem ich mehrere Projekte vorantreiben kann. Ich erwarte, viel von der Arbeit des CVJM Erfurt und Thüringen lernen zu können und in meinem Glauben zu wachsen.

Ich hoffe am Ende des Jahres mit neuen Erfahrungen zurück nach Kolumbien zu gehen, die mich sowohl persönlich, als auch beruflich wachsen lassen und bereichern.

Jahresteam 2019/20

Das sind sie – unsere neuen Trainees 2019/20. Sie haben das Jahresteam fast komplettiert. Wir halten euch auf dem Laufenden.
Unsere Trainees haben inzwischen ihre Einführungswoche hinter sich und werden gerade eingearbeitet. Es weht also wieder frischer Wind im CVJM Erfurt, im CVJM Thüringen und im CPJ. Unsere Kids sind neugierig und gespannt auf sie. Du willst wissen, wer wer ist und vor allem, wer wo eingesetzt ist? In den nächsten Tagen werden sich die Trainees hier vorstellen – viel Spaß beim Lesen!
Nicht vergessen: unter dem Tag Team 2019/20 werdet ihr alle Einträge des Jahresteams verfolgen können.

Freiwillige: Oranoos

Hi, 
mein Name ist Oranoos Barakzay, ich bin 20 Jahre alt und mache für ein Jahr mein FöJ an der IGS Erfurt.
Afghanistan ist mein Heimatland.
Meine Hobbys sind Upcycling, nähen, fotografieren und so weiter.
In meiner Freizeit helfe ich gerne anderen Menschen, weil mich das glücklich macht. Zum Beispiel beim Arzt- und Behördentermine.
Ich bin gern mit anderen Menschen zusammen.
Ihr könnt mich im Schülerclub, im Team 5 oder im Spieleschuppen finden.

Ich freue mich Euch persönlich kennenzulernen.

Eure Oranoos Barakzay

Paris – London YMCA175

Mit dem Fahrrad zur Geburtstagsfeier

Sonntag 28. Juli
Nach einer unruhigen Nacht noch schnell fertig gepackt und ab geht es zum Bahnhof. Der ICE ist pünktlich und ab Frankfurt fahren wir mit dem TGV weiter. Wir kommen pünktlich in Paris an, wo uns schon Tristan erwartet. Erstmal zum Hotel und dort Lukas2 aus Dortmund treffen, mit dem wir das Zimmer teilen. Da heute die Tour de France in Paris ankommt, beschließen wir mit der Metro zum Champs-Élysées zu fahren. Viele Menschen erwarten die Fahrradfahrer und es herrscht Volksfeststimmung. Lukas1 wollte unbedingt den Eifelturm sehen, deshalb liefen wir in Richtung Arc de Triompheund weiter zum Eifelturm und durch die Tuilerien wieder zurück. In den Tuilerien trafen wir noch zwei Studienkolleginnen von Tristan, mit denen wir ein Glas Wein tranken und uns über die Erfahrungen in Deutschland und Frankreich austauschten. Gegen 11 waren wir zurück im Hotel. Wir sind ca. 17 km gelaufen und freuten uns aufs Bett.

Montag 29. Juli
9:15 Treffpunkt Place de la République. Paris ist groß und selbst wenn man einen Treffpunkt verabredet, muss man sich noch finden. Nach einigem Suchen und dank Handy fanden wir uns auch. Jetzt mussten die Fahrräder flott gemacht werden und nachdem die letzten Teilnehmer eintrafen, wurde noch ein Gruppenfoto gemacht. Los ging es der Seine entlang, durch die Vororte von Paris zu unserem ersten Tagesziel. Bei einem Palais mit herrlichen Aussicht auf Paris und beim Chatau de Gisor wurden Pausen eingelegt. Bei ca. 30 Grad war das auch dringend nötig. Kurz vorm Ziel gab es noch einen Zwischenstopp in einem Freibad. Hier konnten wir uns etwas abkühlen. Leider kamen nicht alle in den Genuss der Abkühlung, da man nur mit enganliegender Badehose ins Wasser gelassen wurde. Auf dem Zeltplatz angekommen, erwartete uns schon das Logistikteam mit dem Essen und zwei Massageliegen für das leibliche Wohlbefinden. 

30. Juli
Die erste Nacht im Zelt verlief ganz ruhig. Der Morgen brachte etwas kühlere Temperaturen. Das war auch gut so, denn es warteten 85 km durch bergiges Gelände auf uns. Mit gut geplanten Pausen war die Strecke auch für alle machbar. Die Wolken schickten uns immer mal wieder kleine Schauer, die eine nette Abkühlung boten. Als Lohn der Mühen, sollte es abends Pizza geben. Mit Mobilisierung der letzten Kräfte kamen wir auf dem Zeltplatz an. Nach dem Duschen sollte es Pizza geben, doch zunächst gab es ein Gewitter. Jeder brachte sich so gut wie möglich in Sicherheit. Der Laderaum des Begleitfahrzeugs bot einigen von uns ein trockenes Plätzchen. Mit Musik etwas bzu trinken, ließ es sich hier gut aushalten. Nachdem der Regen etwas nachgelassen hatte, versorgten uns unsrer Schweizer mit Pizza. Nachdem der Regen aufgehört hatte, konnten die letzten Zelte aufgebaut werden, um die müden und satten Fahrradfahrer für eine weitere Nacht zu beherbergen.


31. Juli 
Der Morgen beginnt mit einem kleinen Energizer. Alle lieben den Bannanenshake! Weiter geht es auf der Avenue Verte durch die Hügel der Normandie. Vorbei an gelben Feldern, kleinen Dörfern mit typischen Häusern und bunten Blumen am Wegesrand. In einem kleinen Dorf machen wir Mittagspause an einem Waschplatz. Hier soll der Sage zu folge eine Mutter ihren Sohn an den Teufel verkauft haben, um damit ihrer Kranken Tochter das Leben zu retten. Nachdem die Tochter wieder gesund war, wollte sie ihren Bruder vom Teufel zurückholen. Mit 2999 Tropfen Wasser aus dem Nachbardorf und einem Tropfen ihres Bluts, öffnete sich am Waschplatz das Tor zur Hölle. Der Teufel willigte unter der Bedingung, dass das Mädchen ihn heiratet dazu ein den Bruder freizulassen. Die Schwester bestand darauf, dass die Hochzeit am Waschplatz stattfinden sollte. Damit war der Teufel einverstanden. Bei der Hochzeit stieß die Braut den Teufel ins Wasserbecken des Waschplatzes, worauf hin der Teufel verschwand und sich in Algen verwandelte. Noch heute sollen am Jahrestag des Ereignisses Algen im Wasser zu sehen sein. Frisch gestärkt ging die Tour weiter. Die Strecke verlief relativ eben auf der ehemaligen Bahnstrecke, die in einen Fahrradweg umgewandelt wurde. Nach gut 75 km waren wir fast am Ziel. Nur ca. 5km Steigung trennten uns von unserem nächsten Campingplatz. Wir quälten uns den Berg hoch und wurden wieder von unserem Serviceteam mit Essen und Massageangebot empfangen.


1. August
Zeitig aufstehen war angesagt. Um 10 Uhr müssen wir an der Fähre sein. Der Berg von gestern ist das Gefälle von heute! In Windeseile sind wir wieder auf unserem Fahrradweg. Nur 20 km bis Dieppe. Vorbei an schön gestalteten Gärten und Häusern, Sommerblumen und dem Ausblick auf die Burgruinen von Dieppe. Leider mussten wir uns am Bahnhof von Dieppe von unseren Physiotherapeutinnen verabschieden. Sie haben einen tollen Job gemacht! Am Hafen wurden die Fahrräder verladen und ab ging’s auf die Fähre. Die ruhige Überfahrt wurde durch gratis Wifi verkürzt. Die englische Küste grüßte schon von Weitem mit ihren Kreidefelsen. Newport ist unser Zielhafen. Von da aus fahren wir ein Stück die Küste entlang nach Seaford. Von hier wandern wir ein Stück die Steilküste entlang zu den Seven Sisters. Von einem Parkplatz werden wir vom YMCA Eastbourn abgeholt. Der YMCA begrüßt uns mit einen leckeren BBQ.

 
2. August
Vor uns liegen ca. 50km bis zum nächsten Campingplatz. Bevor es losgeht bummeln wir noch etwas durch Eastbourne. Der Nachmittag war dann nicht mehr so gemütlich. Unsere Strecke führte über einige Hügel, was uns an unsere Leistungsgrenze brachte. Sehr erschöpft erreichten wir den Zeltplatz, wo schon zu unserer Freude ein leckeres Essen auf uns wartete. Bei einem Lagerfeuer ließen wir den Abend ausklingen.

3. August
Wir können etwas länger schlafen und in Ruhe frühstücken. Nach dem Frühstück gibt es noch ein Europaquiz und dann auf die letzte Etappe Richtung London. Wir werden vom YMCA Crawley herzlich willkommen geheißen. Der Tisch ist gedeckt und wir essen gemeinsam mit den Bewohnern des YMCA Fisch and Chips und andere leckere Spezialitäten. Danach geht es gemeinsam zum Bowling. Der Abend klingt mit Gesprächen bis in den Morgen aus. 

4. August
Nach dem Frühstück sprechen wir über die Pariser Basis. Wir wollen sie schließlich heute an die Präsidentin des YMCA England überreichen. Ein Dokument das nun auch schon 164 Jahre alt ist, muss erklärt und besprochen werden. 
Heute geht es in die Londoner City. Unser Plan ist ein Video vorm Buckingham Palast zu machen. Womit wir nicht gerechnet hatten ist ein riesen Radsport Event. Viele Straßen sind gesperrt und somit unsere geplante Route nur über Umwege erreichbar. Vom Buckingham Palast sind es nur noch 15 km bis zum ExCeL Center, aber die Umleitungen und gefühlt 1000 rote Ampeln bringen unseren Zeitplan völlig durcheinander. Kurz vor 18 Uhr treffen wir endlich ein. Wir werden mit Applaus begrüßt und sofort bringen wir die Fahrräder in die Halle. Der Ablauf der opening ceremony ist fest geplant. Kurz vorm Schluss werden wir die Pariser Basis übergeben.
Über 3000 CVJMer aus vielen Länder sind gekommen! Die Stimmung ist toll und die Geburtstagsparty beginnt. Nach den Keynotes werden die Fahnen von 119 Länder hereingetragen. Dann sind wir dran. Mario hat ein Video unserer Tour gemacht. Als es auf den Riesenleinwänden zu sehen ist, komen wir mit den Fahrrädern zur Bühne. Wir wurden bejubelt und Louis aus Frankreich überreichte das gerahmte Original der Pariser Basis. Zum Schluss gab es noch Gebet und Segen und die Möglichkeit Leute aus aller Welt zu treffen. Davon wurde reichlich Gebrauch gemacht! Aber wie heißt es: Wenn es am Schönsten ist, soll man aufhören! Der Abschied von der Gruppe viel schwer. Wir haben viel gemeinsam erlebt. Aber die nächsten internationalen Projekte sind schon in Planung. Gelegenheiten, um sich wieder zu sehen. Im Hotel wartet seit einer Woche endlich wieder ein richtiges Bett auf mich.


5. August 
Die Party geht weiter aber heute Mittag bringt mich der Eurostar durch den Tunnel wieder nach Hause. Gelegenheit die Woche nochmal Revue passieren zu lassen und etwas Schlaf nachzuholen.